Verfasst von: kormoranflug | Januar 31, 2010

Eisstechen Eisfischen

Heute war Bilderbuchwetter deshalb gibt es noch ein paar Fotos vom Eisstechen, Eisfischen, Spazierengehen auf dem Rummelsburger See. Vom S-Bahnhof Ostkreuz sind es nur 100 Schritte. Die ersten Eisfischer haben Löcher gebohrt, sitzen mit kleinen Angeln auf Eimern und schauen wie Graureiher unter die Wasseroberfläche. Jetzt weiss ich auch wo die Heimat des Krokodils ist.

Stralauer Dorfkirche im Hintergrund

Hier wohnt das Krokodil

Halb links im Bild der Berliner Fernsehturm, rechts Wasserturm Friedrichshain

Blick zur Spree, Plänterwald und Wolkenmacher Klingenberg

© Kormoranflug 2010

Verfasst von: kormoranflug | Januar 24, 2010

Raus zum Stralauer Eisstechen

Heute heisst es wieder zwischen Kreuzberg, Friedrichshain, Treptow und Rummelsburg: “nimm dein kleines Schwesterlein und nichts wie raus zum Rummelsee”. Bei minus 14 Grad Celsius mit Schlitten, Schlittschuhen, Segeln und Hund über den zugefrorenen Rummelsburger See zu spazieren oder zu gleiten, gehört alle paar Jahre zu den besonderen Freuden der Anwohner. Genießen kann man den Weitblick über die Bucht vom Fernsehturm bis Plänterwald.

Früher wurde hier am Rummelsburger See das Eis in grossen Blöcken herausgesägt, für die Lebensmittelkühlung in Eishütten aufbewahrt  und im Sommer nach Berlin geliefert.

Die Kormorane finden das natürlich doof, denn sie müssen auf den Eisbrecher warten, der die Wasserstrasse Spree alle paar Stunden aufbricht.

© Kormoranflug 2010

Verfasst von: kormoranflug | Januar 19, 2010

Ein Haus im See

Ein Haus im See ist mein Ziel. Es liegen keine Orangenblätter auf dem Weg, mir genügt normales Laub. Auf hundert Enkel im Garten sollte man bei diesem schmalen Zugang auch nicht warten. Von der Strasse geht man, entlang einer Baumreihe über einen Holzsteg zu einer unscheinbaren Eingangstüre.

Die Fassade spricht: “ich bin ein Haus”.

Erst von der Seite erkennt man, was im Haus verborgen wird: ein Boot, eine Schlafkoje und darüber eine große überdeckte Loggia mit Blick über den See für Feste, Gäste, zum studieren oder nur zum sinnieren.

Der Blick über den See schweift in die Ferne.

Ein Haus im See – mehr muss nicht sein.

© Kormoranflug 2010

Verfasst von: kormoranflug | Januar 7, 2010

Berliner Perspektiven

Ab und zu sollten die Dinge von einer anderen Seite angesehen werden. Ungeahnte neue Perspektiven tun sich auf, die persönliche Einschätzung verändert sich. Brücken werden zu Kunstwerken.

© Kormoranflug

Verfasst von: kormoranflug | Dezember 29, 2009

Die blaue Stunde

Die blaue Stunde oder zwischen den Jahren in Velden am Wörthersee.

Verfasst von: kormoranflug | Dezember 5, 2009

Weihnachtsbaum Pariser Platz

Schön war es beim gemeinsamen Weihnachtsbaumanzünden mit dem Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, Bürgermeister Thore Vestby der Gemeinde Frogn, Aussenminister Guido Westerwelle und dem norwegischen Aussenminister Jonas Gahr Store. Seit zwanzig Jahren schenkt die norwegische Gemeinde Frogn dem Land Berlin den Weihnachtsbaum (Norwegische Weihnacht am Pariser Platz).

Begleitet wurde die Feier von der Sängerin Kristin Asbjornsen mit dem Jazz-Pianisten Tord Gustavsen.

Weihnachten © Kormoranflug 2009

Verfasst von: kormoranflug | November 30, 2009

Mein Bettlerhuhn “beggars chicken”

Unterwegs in den Gassen vom alten Singapore findet man noch Garküchen für den Abend. Die Nacht ist schwül und heiss. Mein Freund trägt ein weisses Dinnerjacket und dazu hohe Lederstiefel.

Sofort wird er von einer alten Malayin als Offizier verkannt und freudig begrüsst. Ja solchen Hofstaat hat man schon lange nicht mehr in dieser kleinen Strasse gesehen. Mir ist der Auftritt eher peinlich, aber wir erhalten sofort einen wackligen Tisch in der Gasse. Mit der Bestellung von Tee und der Spezialität des Hauses beginnt die tropische Nacht. Auf einer Batterie von Gasbrennern stehen hier entlang der Hofwand Tontöpfe, in denen es köchelt.

Plötzlich gellen Schreie durch die Strasse. Mehrere junge Männer eilen auf uns zu, zeigen uns mit Gesten an, wir sollen schnell aufstehen. Die Männer nehmen unseren Tisch und tragen ihn unter eine um 1 Stufe erhöhte, überdachte Arkade. Wir dürfen uns wieder setzen und in diesem Augenblick beginnt ein kräftiger tropischer Regen. Die Luftfeuchtigkeit steigt sofort auf die hundert Prozent, uns kleben die Hemden am Körper. Der Regen peitscht auf die Strasse und das Wasser steht schon zwanzig Zentimeter hoch in der Strasse. Die Köche eilen mit Tontöpfen in einer Hand und einem Regenschirm in der anderen Hand von den Gaskochstellen zu den Tischen.

Der Topf wird geöffnet und es duftet köstlich. Zuerst bekommt jeder ein paar Stücke gebackenes Huhn vom Topf mit Kräutern. Dann rührt unsere ältere Bedienung im Topf, kratzt den angebackenen Reis und rührt ihn unter, gibt ein paar spritzer Essig und Sojasosse hinzu. Wir bekommen eine Mischung aus krossem und gegartem Reis mit Gemüse und fritierten Kräutern.

Alle diese Köstlichkeiten nenne ich jetzt mein Bettlerhuhn (beggars chicken).

 

 

Zum Nachkochen nehme ich einen Römer-Topf und wässere diesen 10 Minuten

3 Hühnerbeine

2 Hühnerflügel

2 Hühnerleber, Herz

2 Chalotten

2 Stangen Lauch in Scheiben geschnitten

1 Knoblauchzehe in feinen Scheiben

1 Teelöffel Chili (sambal olek)

1 Stengel Zitronengrass

2 Teelöffel Kreuzkümmel

2 Teelöffel malayischen Curry

2 Teelöffel Fischsosse

2 Teelöffel Meersalz

1 Bund Petersilie, Koriander nach Geschmack

2 Tassen Rundkornreis oder Risottoreis

1-2 Esslöffel Pflanzenöl

 

Reisessig

dunkle süsse Sojasosse

 

In einer Schüssel die gewaschenen, abgetropften, in kleinere Stücke geschnittene Hühnerteile mit Knoblauchscheiben, Chilli, Zitronengras, Kreuzkümmel, Curry, Salz und einem Schuss Fischsosse marinieren. Asiatischen Rundkornreis oder Risottoreis in den Römmertopf geben und darauf das Gemüsebeet aus Chalotten, Lauch und Zitronengras, Hühnerleberstücke und Herzstücke geben.

Darauf die Hühnerteile sorgfältig nebeneinander legen und Petersilie und Koriander grob gehackt dazwischen geben. 2 Tassen Wasser, einen Schuss Sojasosse und etwas Pflanzenöl darüberträufeln.

Deckel schließen und in den kalten Backofen Mitte schieben.

Den Backofen auf 220 Grad C aufheizen und sobald die Hitze erreicht ist, auf 170 Grad zurückdrehen.

So bleibt der Topf 1,5 Stunden im Backofen.

Öffnen und die Hühnerstücke herausnehmen, auf die Teller oder einer Platte servieren

Ein paar spritzer Reisessig und Sojasosse in den Topf geben. Der angebackene Reis wird vom Boden abgekratzt und mit dem Gemüse, Kräutern, Reis und Hühnerleber vermengt.

 

 

 

Geniesen und vom tropischen Regen träumen.

Ja und warum Bettlerhuhn “beggars chicken”? Es gibt da diese Sage (in vielen Ländern) vom Bettler der ein Huhn geschenkt bekam und keinen Topf hatte. Er packte das Huhn und die Kräuter in einen Lehmmantel und gab diesen in ein Feuer zum Backen.

Das Gericht schmeckt jedenfalls königlich und wird begleitet von Erinnerungen an die alten Gassen von Singapore.

© Kormoranflug 2009

Verfasst von: kormoranflug | November 22, 2009

Der Himmel über Berlin

Der Himmel über Berlin am 19.11.2009 umd 16.38 Uhr. Kormorane machen sich auf den Weg, Angler packen die Angelsachen aus.

© Kormoranflug 2009

Verfasst von: kormoranflug | November 14, 2009

Kürbis im Backofen

Immer nur Kürbissuppe: ob mit Ingwer, Möhren, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Curry, Kokosmilch, kann ja nicht alles sein. Warum nicht mal Kürbis im Backofen.

Markt © Kormoranflug

1 kleiner Butternusskürbis

1 Chilischote getrocknet

Salz und frisch gemahlenen Pfeffer

Salbeiblätter frisch oder getrocknet

1 Zimtstange zerbrochen in Stücke

Öl (Olivenöl)

Kürbis aufschneiden und mit einem Löffel die Kerne und faserige Innereien herausschaben. Einen Teil der Kerne beiseite legen und putzen.

Kürbis aussen sauber waschen und in Schnitze ca. 3-4cm breit schneiden.

Chili, Salz, Pfeffer zerstoßen und mischen, Salbeiblätter und Zimtstücke einmischen und alles mit Olivenöl einrühren.

Kürbisstücke einreiben und nebeneinander auf ein Backblech legen, evtl. nochmal salzen und pfeffern mit Kürbiskerne bestreuen.

Mit Alufolie abdecken.

Backofen auf 180 Grad vorheizen

30 Minuten mit Folie und weitere 10 Minuten ohne Folie knusprig goldbraun werden lassen.

Zimtstücke entfernen und warm servieren.

Dazu

1 Joghurt

1 Quark 40%

1/2 Gurke

Salz, Pfeffer, 2 Knoblauchzehen mit Presse

evtl. 1/2 Teel Curry

Joghurt natur mit Quark und etwas Milch mischen

mit Salz, Pfeffer und frischem Knoblauch mischen.

Nach Geschmack 1/2 Teelöffel Currypulver dazurühren und 1/2 Gurke

dazuhobeln.

© Kormoranflug 2009

Verfasst von: kormoranflug | November 6, 2009

magic mushrooms, Glückspilze

Glückspilze

Sie kommen über Nacht und stehen da, als gäbe es sie schon immer. Leicht fahl im Mondlicht mit keck aufgestelltem Schirm, die Lamellen geöffnet raunen sie aus dem Unterholz lockend hervor.

Genau so habe ich mir immer die “magic mushrooms” vorgestellt, die als Omlett in Süd-Ost-Asien für spezielle Freunde serviert wurden.

Ein australischer Freund aß kräftig davon und ging wie jeden Abend zum Genießen des Sonnenunterganges ans Meer. Kaum war der rote Feuerball am Horizont in das Meer eingetaucht, kam er angelaufen, riss sich alle Kleider vom Leib, stellte sich unter die kalte Dusche und rief ständig Feuer, Feuer, Feuer, ich verbrenne.

In Wirklichkeit war er ein Glückspilz. Die magic-Dosis flachte nach 2 Stunden ab und er konnte bis zum Morgen schlafen.

Vielleicht sind die im Unterholz ja auch Glückspilze und bringen das Glück in den Herbst. Verzaubern jeden, der sie anschaut.

© Kormoranflug

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