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Frühling, Garten, Tulipa turkestanica, Tulipa Undula-Tifolia, wild tulp, Wilde Tulp, Wilde Tulpen, Wildtulpen
30 Freitag Mar 2012
Veröffentlicht in Gartenträume
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Frühling, Garten, Tulipa turkestanica, Tulipa Undula-Tifolia, wild tulp, Wilde Tulp, Wilde Tulpen, Wildtulpen
03 Sonntag Jul 2011
Veröffentlicht in Fremdgehen, Geheimrezepte
Schlagwörter
Am Kreuzberg, Bottarga, Bottarga di Tonno, Bucatini, Fischrogen, Garten, Geheimtip, Kollektiv, Kreuzberger Garten, Meer, Osteria Uno, Rogen, Wasser
Bucatini Bottarga di Tonno
Unser letzter Besuch in der Osteria Uno war schon einige Zeit her. Früher haben wir hier als Studenten nächtelang mit der Kneipengemeinschaft gezecht. Schließlich war das mal eine Art Kollektiv: Alle erhielten den gleichen Lohn.
Es war ein heisser Feiertag, alle Türen sind offen, am Tresen in der Gaststätte steht ein grosses Schild: Wir sind alle im Garten.
Bei diesem wunderbarem Wetter fanden wir einen Platz in dem in den letzten Jahren schön angelegten Garten, neben dem Springbrunnen an der Mauer. Hier sitzt man wirklich ausgezeichnet und schnell wird ein offener Rosato und eine Flasche Mineralwasser geordert.
Die Osteria hat sich inzwischen von der einfachen Land-Küche und Pizzeria zu einem hochwertigen Restaurant gewandelt. Deshalb sitzt hier wohl auch so manche Jung-Prominenz aus TV und Film neben Alt Kreuzbergern und wenigen Touristen.
Sofort fiel mir das in Berlin eher selten servierte Pasta-Gericht auf:
Bucatini mit Bottarga di Tonno (8,50 €uro) und vorneweg einen Antipasti-Teller nach Art des Hauses.
Die Antipasto Casa (10,50 €uro) bestehend aus warmen eingelegten Paprika, Auberginen, Artischocken, Pilzen, Oliven und Vitello Tonnato war in Ordnung.
Die Bucatini liessen zuerst etwas auf sich warten. Es kamen zwei grosse tiefe Teller mit absolut frisch zubereiteten Bucatini mit etwas Öl und Kräutern und darübergeriebenen hervorragenden Bottarga di Tonno (getrockneter Rogen vom Thunfisch).
Zubereitung und Geschmack waren absolut Spitze und hätten in Sardinien oder Kalabrien nicht besser sein können.
Osteria Uno unterhalb des Kreuzberges, vielleicht doch wieder ein Geheimtip.
© Kormoranflug 2011
Osteria Uno
Kreuzbergstrasse 71
am Kreuzberg
10965 Berlin
Tel. 030-7869162
http://www.osteria-uno.de
09 Samstag Okt 2010
Veröffentlicht in Gartenträume, Kunst
Schlagwörter
Afrika, Asien, Garten, Gilles Clément, Hängende Gärten, Jean Nouvel, Kunst der Urvölker, Ozeanien, Patrick Blanc, Vögel im Wind, Wasser
Mein erster Gedanke war, als ich das Museum Quai Branly vom Architekten Jean Nouvel (2006) zum erstenmal sah: das ist die Idee einer “Arche” für die Kunst der Urvölker.
Ein Grossraum für die gesamte Aussstellung stelzt sich über einen wunderbaren Garten. Erreicht wird der Raum über eine lange Rampe, die künstlerisch als Fluss der Begriffe gestaltet ist. In der Museumsschale sind rund 300.000 Exponate der Sammlung für die Kunst der Urvölker aus Afrika, Asien, Ozeanien, Nord- und Südamerka geladen. Erklärende Filme sind in Nischen der höhlenartigen lederbezogenen Leitlinienwände eingebaut. Die Objekte sind in veränderbaren Glasvitrinen aber auch offen aufgestellt und mystisch beleuchtet. In den aus dem Grundkörper herausgeschobenen farbigen Kuben sind vertiefende Sonderbereiche, Exkurse untergebracht. Die grosse Informationsflut der Objekte alleine des Bereiches Ozeanien überfordert auch geübte Besucher. Der architektonische Raum und die mäanderische Führung mit den übergreifenden Themen in die verschiedenen Nachbarkulturen lässt einen weiter bis zur Erschöpfung vorwärtsschreiten.
Das natürliche Licht wird durch verschiedene Metallgitter und Gewebe oder dem Glasdruck des Regenwaldes gefiltert.
Das Magazin und Arbeitsplätze befinden sich teilweise unter dem Museumsgarten, sind aber auch in Glaszylindern in den musealen Bereich eingebaut. So kann der Besucher die aufwändige Reinigung einer Statue oder eines Instrumentes direkt verfolgen.
Ergänzt ist das Museum mit Tagungsräumen, Unterrichtsräumen, grosser Bücherei, temporärem Ausstellungsraum, Restaurant und einem Museumsshop.
Ein absolutes Muss der Besichtigung ist der große mit einer Glaswand von der Schnellstrasse abgeschirmte Garten des Landschaftsarchitekten Gilles Clément und der Pflanzenwand zum Verwaltungsgebäudes von Patrick Blanc.
© Kormoranflug
19 Sonntag Sep 2010
Veröffentlicht in Gartenträume, Kunst
Schlagwörter
Berlin Imbiss, Erbsen-Eintopf, Erdbeerbowle, Garten, Imbisskultur, Linsen Eintopf, Quarkbällchen, Späthsche Baumschulen, Spezialitätenkiosk, Wellen, Wind
Zum 290. Jahrestag der Späthschen Baumschulen gab es ein Traditionsfest. Hier habe ich den Stand der geballten Berliner Imbisskultur entdeckt. Die Leute stehen an wie bei Bolle, es gibt Erbsen-Eintopf, Linsen-Eintopf, Knobi-Brot, BockwurstKnacker, Kartoffelpuffer mit 3 Stück Zucker oder Apfelmus und zum Nachtisch Quarkbällchen und Kaffee. Erdbeerbowle kann den ganzen Tag getrunken werden.
© Kormoranflug 2010
15 Sonntag Aug 2010
Veröffentlicht in Exilanten, Gartenträume
Schlagwörter
Ökomarkt Lausitzer Platz, Buckower Gartentage, Ernten, Garten, Handeln, Herr Carlson, Kartoffeltomate, Kochen, Stauden
Herr Carlson ist uns abhanden gekommen. Seit Jahren kaufen wir bei ihm ökologisch, selbstangebautes Gemüse und Obst auf dem Lausitzer Öko-Markt in Berlin. Wir haben uns aneinander gewöhnt. Herr Carlson ist groß, hat einen Bart, längere Haare und sein Auftreten hat etwas von einem Vickinger. Ruhig und gelassen nimmt er die ausgewählten Karotten und Äpfel in seine bunte Bauernschüssel aus Blech und wiegt alles aus. Natürlich weiss ich durch unsere seit Jahren gewachsene Beziehung, daß ich eine neue Bestellung oder eine Frage zum dargebotenen Gemüse erst ausspreche wenn die Schüssel ausgewogen ist und der Betrag in einen Taschenrechner getippt ist.
Herr Carlson würde sonst abgelenkt werden und weder hätte er eine Antwort parat noch würde er die Schüssel fertig auswiegen. Alles ginge von vorne los.
Das Einkaufen wird so zu einem Ritual und nach Übergabe der Ware in meine Tasche und der Bezahlung huscht beim Verabschieden ein kleines Lächeln über das Gesicht von Herrn Carlson.
Eines Tages war Herr Carlson nicht mehr am Stand, in der ersten Woche dachten wir an Urlaub oder eine Krankheit. Aber in der dritten Woche nach Carlsons Verschwinden lag ein kleiner handgeschriebener Zettel auf dem Tisch des früheren Standplatzes. Herr Carlson bedankt sich darin bei seinen Kunden, als Grund für sein Fernbleiben gibt er die Umweltzone in Berlin an. Sein Transport-Auto bekommt nur die gelbe Plakette, er kann nicht mehr kommen.
5 Monate später fahren wir zum “Buckower-Gartentag” und wir sind wie vom Donner gerührt. Herr Carlson verkauft hier eine kleine Auswahl an Pflanzen. Er hat uns sofort erkannt und freudig begrüsst er uns. Heiter erzählt er, der früher so schweigsam war, von seinen Pflanzen und dass der Stress in seinem Leben ohne Gemüsemarkt viel weniger geworden ist. Er sei ein Mann der Pflanzen und nicht des Handels.
Die seltsamen Pflanzen, die er anbietet, nennt er “Kartoffeltomate”: sie sieht aus wie eine Kartoffelpflanze soll aber buschig, kräftig werden und gute widerstandsfähige Tomaten tragen (eine überlieferte Familienpflanze – seine Eltern haben sie seit 30 Jahren auf dem Balkon).
Die “Kartoffeltomate” wuchs zu einem kleinen gedrungenen Busch und tatsächlich beginnt sie eine grössere Anzahl von kräftigen Tomaten zu tragen. Diese wurden nun so schwer, daß ich nach einem Regenschauer vormittags blitzschnell zur “Ersten Kochlöffelhilfe” greifen musste. Andernfalls wäre die Staude abgebrochen. Den ganzen Tag musste ich wieder an Herrn Carlson denken.-
Nachtrag: Die ersten Tomaten sind gereift und schmecken kräftig, saftig, fast ein wenig fruchtig.
© Kormoranflug 2010
11 Sonntag Jul 2010
Veröffentlicht in Gartenträume
Schlagwörter
37 Grad, Berlin, Crimson Pirate, Garten, Gartenträume, Hitze, Lilien, Spiderform, Taglilien
31 Freitag Jul 2009
Veröffentlicht in Gartenträume, Kunst
Schlagwörter
Berliner Architektur, Berliner Tuschkasten, blaues Haus in Berlin, Bruno Taut, Ebenezer Howard, Falkenberg, Garten, Gartenstadt, Hügel
Ein blaues Haus zu errichten, wer traut sich das schon. Was für ein tolles kräftiges
Blau. Wie wohnt es sich da? Springt einem das Herz, wenn man nach Hause kommt und sein blaues Haus schon von weitem leuchten sieht?


Die erste der sechs Siedlungen in Berlin, Bezirk Treptow von Berlin, die Bruno Taut
1913 begonnen hat, entsteht in Anlehnung an Konzepte des Engländers Ebenezer Howard. Dieser regt in seinem Buch “Tomorrow. A Peaceful Path of Real Reform” die Bildung von Gemeinschaften aus Stadt- und Landbevölkerung an. Gesellschaftspolitisch sollte so diese Durchmischung und die Bildung von Boden-Gemeineigentum Spekulation und soziale Ungleichheit verhindern.
In Deutschland sollte diese Reformbewegung “Gartenstadt” alle Lebensbereiche verbessern und den katastrophalen Verhältnissen in den Mietskasernen entgegenwirken.
Dazu gehörte: Erziehung, Kleidung, Ernährung, Bewegung, Sexualverhalten und der Gedanke eines dezentralisierten parlamentarischen Systems.
Die Deutsche Gartenstadt Gesellschaft erwarb das Gelände in der Nähe des Vorortes am Bahnhofes Grünau und es entstanden die ersten Bebauungspläne für alle Bevölkerungsschichten: kleine Wohnungen mit Küche, Stube, Kammer im kleinen Etagenhaus, reihenmäßige Bürgerhäuser mit fünf Zimmern. Das Gelände weist erhebliche Höhenunterschiede auf. Begonnen wird um den Akazienhof: ein Einzelhaus von Tessenow und darum herum Reihenhäuser und Typen mit 8 Wohnungen in Geschosshäusern.
Die Wohnungen sind klar und einfach gegliedert. Aussen spielt Taut mit Unregelmäßigkeiten in der Anordnung und kleineren Details. Die Wirkung von gemeinschaftlichem Hof, individueller Gruppe wird mit malerischen Mitteln unterstützt. Olivgrün, kräftiges Blau und Ocker. Farbspiele aus komplementären Farben und Mustern ergänzen das Ensemble. Bruno Taut: “Widerstehe den Prinzipien”.
Von der ursprünglich geplanten Grösse der Siedlung wurde nur ein kleiner Teil verwirklicht. Verändert wurden die Pläne durch den ersten Weltkrieg und der veränderten Bodenpreise nach 1926.
Architekt: Bruno Taut
Gartenstadt Am Falkenberg, Berlin-Grünau 1913-1914
Restaurierung, Farbrekonstruktion 1994, W. Brenne
Strassen: Akazienhof, Am Falkenberg, Gartenstadtweg
Literatur: Natur und Fantasie 1880-1938 M. Speidel
© Kormoranflug





04 Samstag Apr 2009
Veröffentlicht in Gartenträume

Der Gärtnerspruch des Tages auf dem Staudenmarkt im Botanischen Garten beim Verkauf seiner Pflanzen:
“schön feucht halten aber Staunässe vermeiden, das sind ja keine Schwimmpflanzen”.
Berliner Staudenmarkt nächster Termin: 2. und 3. April 2011 von 9.00 bis 18.00 Uhr.