Schlagwörter
Am See
30 Donnerstag Dez 2010
Veröffentlicht in Gartenträume, Kunst
30 Donnerstag Dez 2010
Veröffentlicht in Gartenträume, Kunst
Schlagwörter
08 Donnerstag Jul 2010
Veröffentlicht in Exilanten
Schlagwörter
Bitte klingeln, Herr Fuchs, Kähne, Käthe, Lastschiffe, Nachruf, Nicht füttern, Rummelsburger Bucht, See, Stralauer Ufer, Tod, Wasser
Herr Fuchs - Paul und Paula Ufer - nahe Ostkreuz - 10317 Berlin
Einmal glaube ich, habe ich Ihn gesehen, ganz hinten auf dem Wohnschiff. Woher ich weiss, dass er Herr Fuchs heißt? Das steht auf dem Briefkasten mit Klingel zum Fussweg am Paul und Paula Ufer. Außerdem steht hier noch “Vorsicht bissiger Hund” und “Bitte nicht füttern”.
Manchmal höre ich ihn Abends in der Dämmerung mit einem kleinen Stahlbeiboot über den See motoren.
Herr Fuchs ist eine Besonderheit am Rummelsburger See. Bereits zu DDR Zeiten hat er es geschafft, hier sein Einsiedlerleben zu beginnen. Selbst die Wasserstadt hat nach 1989 mit allen
zur Verfügung stehenden rechtlichen, städtebaulichen Mitteln Herrn Fuchs nicht vertreiben können. Der Fussweg wurde gebaut und Herr Fuchs hat sein Gartentor mit Briefkasten am Anleger und eine kleine Brückenschleuse gebaut. Die Schleuse dient dazu, dass sein schwarzer Hund, der aber nur ab und zu hier wohnt, nicht die neugierigen Spaziergänger beisst (Bitte nicht füttern).
Das Ensemble besteht aus einem Wohnschiff und einem Arbeitsschiff. In den Kabinen des Wohnschiffes, das wohl auch mal ein Arbeitsschiff war, wohnt Herr Fuchs. Im Winter weiss jeder, dass er zuhause ist, leichter Rauch steigt aus dem Ofenrohr.
Im Sommer pflanzt sich Herr Fuchs Geranien und ein paar andere Blumen am Steuerhaus als Vorgarten zum See.
Manchmal hört man ihn im Arbeitsschiff arbeiten: Holz sägen, Metall dengeln oder etwas hin und herräumen. Seine Frau hieß bestimmt einmal Käthe, denn so hat er sein Wohnschiff getauft.
Der Liegeplatz ist für jeden Städter der Traum mit Ausblick auf den See. Ich liebe Herrn Fuchs und sein Ensemble.
Nachruf
Herr Fuchs wurde am 5.7.2010 tot auf seinem Hausboot aufgefunden. Er ist wahrscheinlich eines natürlichen Todes gestorben. Der zeitweilige Umzug seiner Kähne an das Stralauer Ufer und zurück und die Aufregungen über die geplanten Bebauungen am Ostkreuz (seiner Heimatbucht), haben ihn bestimmt unruhig gemacht.
Herr Peter Fuchs wurde 68 Jahre alt, wo ist sein Hund geblieben?
Hoffentlich bleiben uns seine Schiffe noch etwas erhalten.- Wir denken an ihn und werden ihn vermissen.
http://stralau.in-berlin.de/blog/2010/07/05/herr-fuchs/
© Kormoranflug 2008/2010
31 Sonntag Jan 2010
Veröffentlicht in Gartenträume, Geheimrezepte, Kunst
Schlagwörter
Heute war Bilderbuchwetter deshalb gibt es noch ein paar Fotos vom Eisstechen, Eisfischen, Spazierengehen auf dem Rummelsburger See. Vom S-Bahnhof Ostkreuz sind es nur 100 Schritte. Die ersten Eisfischer haben Löcher gebohrt, sitzen mit kleinen Angeln auf Eimern und schauen wie Graureiher unter die Wasseroberfläche. Jetzt weiss ich auch wo die Heimat des Krokodils ist.
Stralauer Dorfkirche im Hintergrund
Hier wohnt das Krokodil
Halb links im Bild der Berliner Fernsehturm, rechts Wasserturm Friedrichshain
Blick zur Spree, Plänterwald und Wolkenmacher Klingenberg
© Kormoranflug 2010
24 Sonntag Jan 2010
Veröffentlicht in Gartenträume, Geheimrezepte, Kunst
Schlagwörter
-14 Grad, Eis, Eisbrecher, Eisstangen, Eisstechen, Ice, Kite, Kormorane, Rummelsburger See, Schlittschuh, See
Heute heisst es wieder zwischen Kreuzberg, Friedrichshain, Treptow und Rummelsburg: “nimm dein kleines Schwesterlein und nichts wie raus zum Rummelsee”. Bei minus 14 Grad Celsius mit Schlitten, Schlittschuhen, Segeln und Hund über den zugefrorenen Rummelsburger See zu spazieren oder zu gleiten, gehört alle paar Jahre zu den besonderen Freuden der Anwohner. Genießen kann man den Weitblick über die Bucht vom Fernsehturm bis Plänterwald.
Früher wurde hier am Rummelsburger See das Eis in grossen Blöcken herausgesägt, für die Lebensmittelkühlung in Eishütten aufbewahrt und im Sommer nach Berlin geliefert.
Die Kormorane finden das natürlich doof, denn sie müssen auf den Eisbrecher warten, der die Wasserstrasse Spree alle paar Stunden aufbricht.
© Kormoranflug 2010
19 Dienstag Jan 2010
Schlagwörter
Blätter auf dem Weg, Haus, Haus am See, Haus im See, See, Wasser, Wörter, Wörther, Wörthersee, Wind, Wolken, Ziel
Ein Haus im See ist mein Ziel. Es liegen keine Orangenblätter auf dem Weg, mir genügt normales Laub. Auf hundert Enkel im Garten sollte man bei diesem schmalen Zugang auch nicht warten. Von der Strasse geht man, entlang einer Baumreihe über einen Holzsteg zu einer unscheinbaren Eingangstüre.
Die Fassade spricht: “ich bin ein Haus”.
Erst von der Seite erkennt man, was im Haus verborgen wird: ein Boot, eine Schlafkoje und darüber eine große überdeckte Loggia mit Blick über den See für Feste, Gäste, zum studieren oder nur zum sinnieren.
Der Blick über den See schweift in die Ferne.
Ein Haus im See – mehr muss nicht sein.
© Kormoranflug 2010
08 Freitag Mai 2009
Schlagwörter
Bola de Berlim, Manta Rota, Meer, Meeresrauschen, Sand, See, Vögel im Wind, Wellen, Wind

Der Strand ist fast leer. Es ist auch nicht die Jahreszeit für Touristen, die Saison ist noch nicht eröffnet. Für mich die schönste Zeit am Meer. Die beiden Hütten am Strand stehen gegen den Wind gelehnt. Was wohl darin verborgen ist? Liegestühle, Sandfahrzeuge, Rettungsboote, Umkleiden? Eigentlich sind die beiden für mich nur ein Zeichen, hier ist der Strand.
Das Meer ist rauh in diesem Abschnitt ohne Lagune, es ist ein mehrere kilometerlanger Sandstrand ohne besondere Vorkommnisse – einfach etwas ausdrucklos und lang.
Was zählt, sind die wenigen Elemente: Wellen schlagen gegen den feinen weissen Sand, Wind treibt die Seevögel weiter ins Land hinein, die Wolken, der Himmel sind bis zum Horizont zu überblicken. Manchmal zieht ein Fischerboot ganz weit draussen vorbei. Ruhe im brausenden Wind.-
07 Dienstag Apr 2009
Veröffentlicht in Geheimrezepte
Schlagwörter
Berlin am Meer, Gelee vom Meer, Meer, Meeresrauschen, Rummelsburger Bucht, Rummelsburger See, See, Wasser, Wind
Kaum zurück vom Meer kommt schon Heimweh auf, nach salzigem Wellenschlag, einer Brise und dem Meeresrauschen.
Da gilt es mit “Meeresschaum” oder einem “Gelee vom Meer” frischen Wind in das Berliner Leben zu bringen. Dafür gibt es ein Geheimrezept von mir:

Meeresschaum – Gelee vom Meer
(an Friseesalat für 8 Personen)
2 Glas Fischfond 400 ccm (einkaufen oder selber kochen)
14 Blatt weisse Gelatine
300 ccm Muscadet
2 Essl. Noilly Prat
1 Essl. Pernod
2 Essl. Zitronensaft
1 Essl. Johannisbeeren Essig (o.a.)
100 g Keta-Kaviar (Forelle)
250 g Wildlachs geräuchert
200 g Garnelenschwänze oder Flusskrebse
Fenchelstück zum mitkochen
Dill
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer, Cayenne Pfeffer
Wein und Fischfond, Fenchelstücke verrühren und aufkochen lassen dazu Noilly Prat, Pernod, Zitronensaft, Johannisbeeren Essig geben und mit Salz und wenig Pfeffer kräftig würzen. Es muss etwas überwürzt schmecken. Fenchelgemüse entfernen.
Gelatine Blätter in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken, in einen Teil des Fischsudes geben und langsam erwärmen und anschließend zum Fischfond geben, rühren.
In geeignete Sturzform 1 cm einfüllen und im Kühlschrank halbfest werden lassen (sonst trennen sich die Schichten). Zuerst etwas Kaviar einfüllen und mit etwas Fond auffüllen, wieder halbfest werden lassen. Diverse Schichten mit Dill-Garnitur, Wildlachs und Garnelen herstellen. Immer mit flüssigem Fischfond bedecken und wieder halbfest werden lassen. Im Kühlschrank über Nacht ganz fest werden lassen.
Beim Servieren mit einem Messer vom Formrand lösen. Kurz ins heisse Wasser setzen und stürzen.
Dazu der Friseesalat
1 Frisseesalat
Salatsosse wie üblich herstellen und erst kurz vor dem Servieren über den gewaschenen und sortierten Salat geben.
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer
1 Teel. Zucker
1 Essl. (Grosswild)-senf mittel
2 Essl. Johannisbeeren Essig
1 Essl. Thymian Essig (selbst angesetzt)
1 Schuss Zitronensaft
Olivenöl nativ
Petersilie, Dill, Minze, Koriander
Für den Blätterteig-Fisch
4 Blatt Blätterteig aus TK
8 Fische nach einer Papp-Schablone oder freihand ausschneiden und auf ein gefettetes Blech setzen
1 Eigelb mit dem Pinsel aufstreichen
schwarzer Sesam für das Auge und
Hibiskus-Salz mittelgrob darüberstreuen, 12 Minuten bei 200 Grad backen
Teller anrichten mit Balsamicocreme und Wasabicreme, Salat und Blätterteigfisch
Dazu passt Sancerre-Wein oder ein trockener Riesling
© Kormoranflug 2009, Rummelsburger See