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Das „office for subversive architectur“ hat die Volksbühne von Berlin geschlossen. Zwischen jeder der riesigen Muschelkalksäulen ist eine weitere Säule gewachsen und hat so die dazwischenliegenden Eingänge verschlossen. Das Gebäude wirkt nun abweisend wie ein Bunker und ist trotz dem Hinweis: Eintritt frei nicht mehr zu betreten.

Die Lesbarkeit ist vielfältig: Theater als Gebäude wird zur Stadtbühne, die Passanten zu Darstellern. Geschlossenes Avantgardetheater, Säulen nach Athen tragen, Vitruv-Säulenheiliger der Geschichte, Linkes Theater/geschlossene Gesellschaft.

Die Ausführung der riesigen Säulen aus Sperrholz, Leinwand und Farbe wurde von den Theater-Werkstätten selbst gefertigt.

Die meisten Passanten bemerken die Theaterarchitektur beim Vorübergehen nicht.

Noch bis 28. August 2010 zu sehen.                                                                                                                  osa: Anja Ohliger, Sebastian Appl, Ulrich Beckefeld.                                                                      www.osa-online.net

© Kormoranflug 2010

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