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Die rue des Taillandiers in Paris nahe der Bastille im Viertel der Möbeltischler ist wunderbar unaufgeregt. Auf der Suche nach den letzten Originalmöbeln von Jean Prouvé, Charlotte Perriand,  Le Corbusier, Serge Mouille führt der Weg zu einem unscheinbaren Lagerhallengebäude.

An der Adresse ein Blechtor mit Anmeldeklingel, kein Hinweis auf die dahinter verborgenen Schätze. Das Tor öffnet sich zum Paradies: ein weisser Lagerhallen-Raum, zweigeschossig mit Schätzen meines „Helden“ Jean Prouvé.

Alle ausgestellten Objekte zeigen den innovativen Charakter der Entwürfe in den 20iger – 50iger Jahren.

Die Möbel von Prouvé, der beim Konstruieren den Hintergrund der Bahn- und Flugzeugindustrie hatte, erscheinen kräftig und schwer. Die Füsse erinnern an Flügel. Die Tischplatten sind aus fünf Zentimeter Vollholzplatten gebaut.

Die Preise der musealen Unikate erfordern eine solide Basis des Käufers und werden mit den Galeristen Patrick und Laurence Seguin persönlich verhandelt.

Nach dem Verweilen in diesem Hafen der Möbelkunst schwebt man weiter durch die Strassen von Paris.

© Kormoranflug 2010

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