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Das hatte ich mir schon so schön ausgedacht. Einmal was Neues anfangen und nicht nur vom Fische fangen leben. Die persönlichen Ressourcen erkunden und nutzen.

Ein wenig im Garten arbeiten, etwas harken, pflanzen, Zwiebeln stecken mag ich sehr. Im Oktober Freunde und Verwandte für zwei Wochenenden mit Spagetti und Rotwein beköstigen und alle gehen mit Pinzette zum Safranfäden ernten. In Österreich kommt so ein ökologischer Safran-Bauer auf rund 25.000 €uros.

Ausserdem kann ich noch gut mit Hunden und die meisten Hunde lieben mich. Deshalb wollte ich mir als zweites Standbein noch einen Trüffelsuchhund abrichten.

Mit dem Trüffelhund durch die Eichenwälder von Brandenburg streichen und die teuren Pilze mit einer kleinen Grabschaufel ausgraben und an die Lieblingsitaliener vermarkten. Bei der Übergabe der in ein feuchtes Leintuch eingewickelten Früchtchen noch ein Gläschen feinen Barolo-Wein schlürfen oder einen Espresso mit einem der letzten Grappa von Levi geniessen.

Das wäre eine Profession so ganz nach meinem altersgerechten Geschmack. 

Zur Probe habe ich schon zehn Safran-Zwiebeln auf dem Staudenmarkt im Botanischen Garten erworben. Der Standort muss ja getestet werden und wenn die Safranzucht ordentlich was abwerfen soll, muss ich sicher ein kleines Feld pachten.

„Im August pflanzen und im Oktober ernten“ erklärte mir die freundliche holländische Verkäuferin. Im Oktober kam nichts, der war ja auch ziemlich verregnet. Jetzt Ende November schiessen die Safran-Gräser mit den nachschiebenden blauen Blüten empor.

Jetzt müsste es etwas Sonne geben und trocken sein. Der Standort oder der deutsche Herbst sind wahrscheinlich nicht geeignet. Vielleicht nächstes Jahr? Dann erreicht mich die zweite unglaublich schlechte Nachricht: der Trüffelpreis hat sich dieses Jahr halbiert. Da steckt doch bestimmt die gute italienische Familie dahinter. –

Safran2013

© Kormoranflug 2013

 

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