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wilde Jagd

Begonnen hat alles mit dem Krimi über eine Norwegerin Trude mit Visionen. Durch erste Fieberanfälle geschwächt, bekam ich durch diesen Anstoß wieder mehrere Visionen über nahestehende Freunde und Bekannte. Meine Entscheidung niemand von meinen Visionen zu erzählen, stand schon lange fest.
Ende November mit über 39 Grad Fieber ging es dann richtig zur Sache. Früher dachte ich immer, die Erzählung meiner Grossmutter über die „wilde Jagd“ wären Geschichten, die man/frau sich am Küchentisch beim Drehen der Kurbel des Butterfasses erzählt. Nun wurde ich eines Besseren belehrt: in einer über mehrere Stunden andauernden Vision sah ich mich in grossen Höhen zwischen Tiefer See und Heiliger See der Berliner Vorstadt von Potsdam fliegen. Unter mir war ein orkanartiger Wind und Getöse durch Blitz und Donner. Hier ritt die „wilde Jagd“ dahin, das wurde mir schnell klar. Der Himmel und Teile der Erde fingen an, sich in einen Wirbel zu drehen. Dieser Wirbel der Massen bewegte sich zwischen dem Tiefer See und Heiliger See, die Landzunge ist hier nicht breiter als 150m. Es war ein Geisterzug aus Stimmen und Schreien. Richtig ausmachen konnte ich, bevor der Zug die Erde berührte, nur tiefe Männerstimmen und eine hexenartige Frau, die mir jedoch vom Wesen sehr bekannt war.
Der Zug lenkte sich zum Boden, die Wirbel öffneten die Erde und vielleicht 30 Meter vor dem Ufer des Heiliger Sees sauste die Jagd mit bellenden Hunden und wiehernden Pferden und nachfolgenden Wassermassen in den Boden. Alles verschwand in diesem Zeitsprung der Erde.
Grosse Nebelschwaden stiegen auf, die Luftbewegungen wurden ruhiger. Die Öffnung im Boden war nicht mehr zu sehen.

© Kormoranflug 2014

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