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Am liebsten steige ich am Görlitzer Bahnhof aus, hier begann mein „Berliner Leben“ in der Muskauer Strasse, aber heute gehe ich durch die Manteuffel Strasse zum Paul-Lincke-Ufer meine zweite Heimat. Am Landwehrkanal grüsse ich die Jung-Schwäne und Enten und gehe über den Kottbusser Damm zu einem der ersten türkischen Restaurants. Obwohl ich selten vorbeikomme werde ich herzlich begrüsst. Meine Lieblingssuppe Iskembe Corbasi (Kuttelsuppe) wird im Nu mit selbstgebackenen Minifladen auf den Tisch gestellt. Der Essig-Knoblauch-Sud steht auch gleich bereit. Mit Zitrone, Knoblauch-Sud und etwas Chili gewürzt vertieft man sich in die Weihnachtssuppe. Gestärkt geht es weiter durch die Adalbert-Strasse vorbei am Jodelkeller, in seiner Urzeit war hier nur gestampfter Betonboden, rohe Tischen und Stühle und ein einfacher Tresen. Mann und Frau konnten sich nur mit einer verschlissenen Motoradjacke hineintrauen. Das Bier gab es früher für 1,20 DM nun wird schon 3,80 € – für 0,5 Liter verlangt -alles verändert sich. An den Wagenburgen und der Laube an der Mauer vorbei grüsst der Engel von der St. Thomas Kirche herab. Beim Gang über die Schillingbrücke wird der Blick über die Oberbaumbrücke bis zum Allianz-Hochhaus frei. Gegenüber zündeln die Mitglieder des Yaam Young African Art Market an einem wärmenden Feuer für die Imbiss-Stände. Touristen werden bald erwartet. Mit der Wende nach links komme ich am Radial-System, einer schönen Location für modernen Tanz vorbei. Ein Plakat von Sascha Waltz grüsst am Zaun. Daran schliesst das Holzmarkt-25 Imperium an. Früher hat man so eine favela-ähnliche Bauweise in West-Berlin Sperlingsgasse genannt. Die ist inzwischen abgerissen. Gegenüber grüssen die Zelte vom Teepeeland und beim blauen Kater, der aussieht wie ein blauer Fuchs, wird mit allen möglichen romantischen Bar-Geschäften und Verkaufs-Buden den Touristen das Geld aus der Tasche gelockt. Von hier ist es nicht weit zur Mauer-Galerie und den Hoch-Preis-Segmenten. Ein Wohnhochhaus grüsst hinüber zur Mercedes-Benz Arena und zur neuen eastgate-mall ohne Zugang zur Warschauer Strasse. An der Unterführung zur S-Bahn endet mein kleiner Weihnachts-Rundgang.

Die Bilder zeigen die Stationen.

 





 

 

© Kormoranflug 2018 Kreuzberg-Friedrichshain-Mitte

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