Quinoa II vegan

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Es musste wieder einmal schnell gehen und so gab es eine Variante des Quinoa-Salates mit Gemüse und Rucola. Das Essen ist einfach, leicht, vegan und gut verdaulich.

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  • Für 3 Personen:
  • 150 g Quinoa
  • 1Prise Salz
  • 1/2TL Cajun-Gewürz
  • 1 grosse Möhre in Stifte schneiden
  • 1 Schalotte gehackt
  • 1/2 Paprika rot in Würfel
  • 1 Zucchini in Würfel schneiden
  • 1 TL Chilli
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/2 TL Curcuma
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL getrocknete Tomaten gewürfelt
  • 4 Cherry-Tomaten länglich geschnitten
  • 1/2 Salatgurke geschält, in Quader schneiden
  • 2 Hände voll Rucola Salat gewaschen
  • 1 EL Balsamico-Essig weiss
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Die 150 g Quinoa zuerst unter heissem Wasser kurz ausspülen und im Sieb abtropfen lassen, Bitterstoffe der Schalen sollen so ausgeschwemmt werden. Dann mit 300ml Wasser eine Prise Salz und dem Cajun-Gewürz aufkochen und auf Stufe 1 ca. 20 Minuten ausquellen lassen.
Inzwischen die Möhre schälen, stiften, die Paprika in Würfel schneiden und die Schalotte hacken, die Zucchini vorbereiten.
Die Schalotten im Sonnenblumenöl anschwitzen, Möhrenstifte dazugeben und öfter wenden, Paprika hinzugeben, alles nur leicht anbraten. Zum Schluss die Zucchini-Würfel zugeben und alles ständig wenden, Chilli, Curcuma und Tomatenmark zugeben, eventuell noch einen kleinen Schuss Sonnenblumenöl, alles wenden und beiseite stellen.
Die getrockneten Tomaten, die Cherry-Tomaten und die geschälte Salatgurke würfeln.
Den Rucola Salat getrennt in einer Schüssel mit der Vinaigrette anmachen und beiseite stellen.
Die gequollene Quinoa zur Pfanne mit dem Gemüse geben und kurz (ohne Hitze) wenden und ausdampfen lassen. Das Ganze in eine grosse Schüssel geben, die Tomaten und Gurke dazu mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Lauwarm mit dem Rucola-Salat servieren. Zubereitungszeit 30 Minuten.

© Kormoranflug 2015

Mit Müther zur Hochzeit

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Der ehemalige Rettungsturm in Binz, Rügen, Strandaufgang 6, wurde 1979-1981 vom Bauingenieur und Schalenkonstrukteur Ulrich Müther (1934-2007) errichtet. Nun wird das von Aussen noch schöne Gebäude vom Standesamt als Aussenstandort benutzt. Hier kann man die Füsse in den Sand stecken bevor das Kunstwerk endgültig zerfällt. Der Blick durch die Kiefern und zum Meer sind wunderbar.

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© Kormoranflug 2015

Landküchen Bolognese mit Spaghettini

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Der Gourmetkoch schabt natürlich das Kalbfleisch für die Bolognese, fein nur mit dem Messer.

Mir gefällt die kräftige Landküche und so mische ich zur Hälfte feines durchgedrehtes Rindfleisch mit Lammfleisch. Das gibt einen ordentlichen ländlichen Geschmack.
Die Schalotten, Zwiebel, Karotte und Sellerie fein würfeln. Tomaten häuten und zerkleinern, Tomatenmark und Chili bereitstellen. 2 Knoblauchzehen hacken. Ein gutes Glas trocknen Weisswein und 2 TL Paprika süss, 1 TL Meersalz und 1 TL Curry-Mischung als Curcuma, Nelken, Chili, Zimt, Piment bereitstellen, etwas Gemüsebrühe vorhalten.

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Zutaten für 5 Personen
350g Rindfleisch mager vom Fleischer fein durchgedreht
350g Lammfleisch fett vom Fleischer fein durchgedreht
3 EL Olivenöl
2 Schalotten, fein gewürfelt
1 kleine weisse Zwiebel, fein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, gehackt
1/2 Karotte , fein gewürfelt
1/2 Scheibe Sellerie fein gewürfelt
5 Tomaten, enthäutet und zerkleinert oder eine kleine Dose geschälte Tomaten
2 EL Tomatenmark
2 TL Paprika süss
1 TL CurryMischung mit Curcuma, Chili, Zimt, Piment
1 TL Chili nach Geschmack
1 Lorbeerblatt
1 TL Zucker
1,5 TL Salz
1,5 Gläser trockenen Weisswein
300 ml Gemüsebrühe
120g Ziegenkäse mittelalt
1 EL Olivenkraut gehackt

Zuerst die Zwiebeln mit Olivenöl andünsten und etwas später den Knoblauch dazugeben mit Paprika und etwas Salz würzen, Selleriewürfel und Karottenwürfel dazugeben, alles nur glasig werden lassen, dann herausnehmen und beiseite stellen. Im Restöl die beiden gehackten Fleischsorten anbraten und dabei ständig wenden und drücken, leicht anrösten, dann das Tomatenmark, Salz, Restgewürze, 1 TL Zucker und 1 Lorbeerblatt zugeben, alles ordentlich durchrühren. Mit Weisswein ablöschen, beiseite gestellte Gemüse-Zwiebelmischung dazugeben, Tomaten dazugeben kurz aufkochen und auf geringe Hitze zurückdrehen.
2 Stunden auf kleiner Flamme köcheln und ab und zu umrühren. Wenn die Mischung zu trocken wird, mit wenig Gemüsebrühe angiessen.

Die Spaghettini eines guten Erzeugers wirklich nur aldente kochen und abgiessen.
Servieren mit etwas darüber geriebenem Ziegenkäse und etwas frischem gehackten Olivenkraut.
Dazu gibt es grünen Kopfsalat mit Vinaigrette von Senf, Salz, Pfeffer, hellem Balsamico Essig und Olivenöl.

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© Kormoranflug 2015

Das “Meer” bei Caputh

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Am 14. Februar zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, die Winterlinge schauten im Schlosspark von Caputh zwischen den Blättern hervor, der Templiner See sah aus wie das “Meer” von Caputh. Die Enten waren guter Dinge, trafen sich zum Frühjahrsaustauch und flogen herum. Im Fährhaus gab es Bauernente, beim Speisen konnte die Tussy II, eine Seilfähre bei der Überfahrt beobachtet werden.

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© Kormoranflug 2015

Uno, senza sale

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Heute hatte ich keine Lust zu kochen und wir machten uns auf den Weg ins Uno, es heisst eigentlich „ Osteria Uno“ und liegt am Fusse des Kreuzberges. Seit 1977 ging man hier her, um eine Pizza zu essen und mit mehreren Freunden und Gläsern Wein die politische Lage zu diskutieren. Inzwischen wandelten sich die Gäste zu gestandenen Feinschmeckern und der Wirt reagierte mit italienischen traditionellen Gerichten in mittlerer Preislage. Am Sonntag ist ja eigentlich Kindertag, denn Pasta und Pizza für die Kleinen ist umsonst wenn die Eltern hier mit ihnen speisen. Ein Tisch war mit radfahrenden Eltern (Helme) und 2 Kindern mit Pizza und Pasta beschäftigt. Dann kam noch eine lustige deutsch/französische ältere Gesellschaft, die sich lautstark in drei Sprachen mit den Filmen der Berlinale beschäftigten. Gerade als wir die leckere Vorspeise, den Oktopus-Salat gegessen hatten, betrat eine junge Dame mit hoch gestecktem Haar und Sonnenbrille das Lokal. Sie bekam eine Tischauswahl vom Sohn des Chefs angeboten, sie entschied sich für den grössten Tisch neben uns. Der interessante Cape-Mantel, Tüten und Taschen wurden auf die Stühle verteilt. Der Chef, Fabio Angilè musste persönlich kommen und es wurden die Möglichkeiten der Gerichte in italienischer Sprache ausgelotet. Das von der Dame gesprochene Italienisch klang etwas hart und kehlig und manchmal musste für sie der eine oder andere Begriff gefunden werden. Im Raum hörten wir nur noch „senza sale” (ohne Salz, ohne Salz). Ein ordentliches Glas Rotwein wurde vom Kellner eingegossen. Sie holte eine DINA 4 grosse, am Rücken gebundene Blattsammlung hervor und murmelnd trug sie Texte vor. Nach 10 Minuten bat sie den Kellner mit leisem scusi, scusi, scusi nochmals in die Küche zu gehen und darauf zu achten: senza sale. Wir widmeten uns unserem Hauptgericht Kalbsschnitzel mit Artischocken und gebratene Leber mit Gemüse. Alles schmeckte vorzüglich. Da kam auch schon die Vorspeise der Dame: zwei blanchierte Artischocken mit etwas Öl ohne Salz. Sie benötigte dazu noch dringend etwas Öl, Peperoni-Öl, Salz und Pfeffer und die Kellner lächelten sich zu als Sie die Artischocken salzte. Die selbst gemachten Pici mit Tomatensosse wurden gebracht, mir war nun klar, das wird ein veganes Menü. Mit zusätzlich georderten Salz, Pfeffer, frischen Peperocini und Parmesankäse würzte sich die Dame am Tisch die Pici nach Ihrem Geschmack vegetarisch zurecht und verschlang die nicht kleine Portion Pasta ohne die geringsten Allüren. Sie lächelte, sie war zufrieden und las wieder in Ihrem Drehbuch. Bestimmt eine junge Schauspielerin, die hier ihre Rolle lernte.- Erst Abends bei den TV-Berichten über die Berlinale wurde mir klar, mit wem wir hier speisten: mit Natalie Portman. Das ist Berlin, Stars können ohne erkannt zu werden in Ruhe speisen – ohne Kult und ohne Aufregung. Wunderbar!

© Kormoranflug 2015 zur Berlinale

Brücke zum BER

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Bridge

Eine halbbogenförmige Brücke für die S-Bahn nimmt langsam Gestalt an. 60 Meter lange gebogene mannshohe Stahlträger wurden zuerst auf Pylonen zusammengeschweisst und nun mit Monsterkränen über Nacht in Position geschoben. Wenn die zweite Spur fertig gestellt ist, werden hier einmal die S-Bahn-Züge direkt vom Alex zum BER rollen, am Ostkreuz vorbei.

© Kormoranflug 2015

Blaukraut

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Stundenlang könnte ich ins Kraut schauen. Von Aussen ist so ein Blaukrautkopf unscheinbar – fast schwarz. Setzt man das Messer an, sollte man die Richtung entscheiden, längs oder quer zum Strunk. Nach den ersten Schnitten sieht man das Wunder der Natur. Die Blätter des Krautkopfes falten, verdicken und verdünnen sich. Es sieht fast aus wie menschliches Gehirn. Das Schnittmuster ist perfekt.

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Zum Rezept
Für eine Mahlzeit von vier Personen braucht man nur einen Minikrautkopf ca. 14cm im Durchmesser. Dann beginnt das Schneiden in ganz feine Scheiben. Wer einen Krauthobel sein eigen nennt, stellt den Abstand des Messers ein und hobelt los. Mir macht das Schneiden und das Entdecken Freude. Strunk und grosse Rippen werden vorher natürlich entfernt.

Die Zwiebel auch in feine Scheiben schneiden und mit dem Schmalz anbraten, das Kraut hinzugeben und ebenfalls etwas anbraten (ohne zu bräunen). Mit etwas Apfelsaft ablöschen und den Sherry Essig hinzugeben. Die Gewürze: Lorbeerblatt, Piment und Wacholderbeeren unterrühren (diese werden vor dem Servieren wieder entfernt). Die Temperatur herunterschalten, köcheln und wenden. Wenn es zu wenig Flüssigkeit wird, den restlichen Apfelsaft bzw. Gemüsebrühe zugeben und alles ca. 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Das Blaukraut sollte ruhig noch etwas Biss haben. Abkühlen lassen und vor dem Servieren wieder erwärmen.

  • 1 Blaukraut-Kopf, Rotkohl, klein, äussere Blätter entfernen
  • 1 Rote Zwiebel gross, feine Scheiben
  • 2 EL Schmalz oder Sonnenblumenöl
  • 3 EL Sherry Essig
  • 500 ml Apfelsaft naturtrüb
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 3 TL Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Körner Piment
  • 4 Wacholderbeeren

© Kormoranflug 2014

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