Das “Meer” bei Caputh

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Am 14. Februar zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite, die Winterlinge schauten im Schlosspark von Caputh zwischen den Blättern hervor, der Templiner See sah aus wie das “Meer” von Caputh. Die Enten waren guter Dinge, trafen sich zum Frühjahrsaustauch und flogen herum. Im Fährhaus gab es Bauernente, beim Speisen konnte die Tussy II, eine Seilfähre bei der Überfahrt beobachtet werden.

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© Kormoranflug 2015

Uno, senza sale

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Heute hatte ich keine Lust zu kochen und wir machten uns auf den Weg ins Uno, es heisst eigentlich „ Osteria Uno“ und liegt am Fusse des Kreuzberges. Seit 1977 ging man hier her, um eine Pizza zu essen und mit mehreren Freunden und Gläsern Wein die politische Lage zu diskutieren. Inzwischen wandelten sich die Gäste zu gestandenen Feinschmeckern und der Wirt reagierte mit italienischen traditionellen Gerichten in mittlerer Preislage. Am Sonntag ist ja eigentlich Kindertag, denn Pasta und Pizza für die Kleinen ist umsonst wenn die Eltern hier mit ihnen speisen. Ein Tisch war mit radfahrenden Eltern (Helme) und 2 Kindern mit Pizza und Pasta beschäftigt. Dann kam noch eine lustige deutsch/französische ältere Gesellschaft, die sich lautstark in drei Sprachen mit den Filmen der Berlinale beschäftigten. Gerade als wir die leckere Vorspeise, den Oktopus-Salat gegessen hatten, betrat eine junge Dame mit hoch gestecktem Haar und Sonnenbrille das Lokal. Sie bekam eine Tischauswahl vom Sohn des Chefs angeboten, sie entschied sich für den grössten Tisch neben uns. Der interessante Cape-Mantel, Tüten und Taschen wurden auf die Stühle verteilt. Der Chef, Fabio Angilè musste persönlich kommen und es wurden die Möglichkeiten der Gerichte in italienischer Sprache ausgelotet. Das von der Dame gesprochene Italienisch klang etwas hart und kehlig und manchmal musste für sie der eine oder andere Begriff gefunden werden. Im Raum hörten wir nur noch „senza sale” (ohne Salz, ohne Salz). Ein ordentliches Glas Rotwein wurde vom Kellner eingegossen. Sie holte eine DINA 4 grosse, am Rücken gebundene Blattsammlung hervor und murmelnd trug sie Texte vor. Nach 10 Minuten bat sie den Kellner mit leisem scusi, scusi, scusi nochmals in die Küche zu gehen und darauf zu achten: senza sale. Wir widmeten uns unserem Hauptgericht Kalbsschnitzel mit Artischocken und gebratene Leber mit Gemüse. Alles schmeckte vorzüglich. Da kam auch schon die Vorspeise der Dame: zwei blanchierte Artischocken mit etwas Öl ohne Salz. Sie benötigte dazu noch dringend etwas Öl, Peperoni-Öl, Salz und Pfeffer und die Kellner lächelten sich zu als Sie die Artischocken salzte. Die selbst gemachten Pici mit Tomatensosse wurden gebracht, mir war nun klar, das wird ein veganes Menü. Mit zusätzlich georderten Salz, Pfeffer, frischen Peperocini und Parmesankäse würzte sich die Dame am Tisch die Pici nach Ihrem Geschmack vegetarisch zurecht und verschlang die nicht kleine Portion Pasta ohne die geringsten Allüren. Sie lächelte, sie war zufrieden und las wieder in Ihrem Drehbuch. Bestimmt eine junge Schauspielerin, die hier ihre Rolle lernte.- Erst Abends bei den TV-Berichten über die Berlinale wurde mir klar, mit wem wir hier speisten: mit Natalie Portman. Das ist Berlin, Stars können ohne erkannt zu werden in Ruhe speisen – ohne Kult und ohne Aufregung. Wunderbar!

© Kormoranflug 2015 zur Berlinale

Brücke zum BER

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Bridge

Eine halbbogenförmige Brücke für die S-Bahn nimmt langsam Gestalt an. 60 Meter lange gebogene mannshohe Stahlträger wurden zuerst auf Pylonen zusammengeschweisst und nun mit Monsterkränen über Nacht in Position geschoben. Wenn die zweite Spur fertig gestellt ist, werden hier einmal die S-Bahn-Züge direkt vom Alex zum BER rollen, am Ostkreuz vorbei.

© Kormoranflug 2015

Blaukraut

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Stundenlang könnte ich ins Kraut schauen. Von Aussen ist so ein Blaukrautkopf unscheinbar – fast schwarz. Setzt man das Messer an, sollte man die Richtung entscheiden, längs oder quer zum Strunk. Nach den ersten Schnitten sieht man das Wunder der Natur. Die Blätter des Krautkopfes falten, verdicken und verdünnen sich. Es sieht fast aus wie menschliches Gehirn. Das Schnittmuster ist perfekt.

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Zum Rezept
Für eine Mahlzeit von vier Personen braucht man nur einen Minikrautkopf ca. 14cm im Durchmesser. Dann beginnt das Schneiden in ganz feine Scheiben. Wer einen Krauthobel sein eigen nennt, stellt den Abstand des Messers ein und hobelt los. Mir macht das Schneiden und das Entdecken Freude. Strunk und grosse Rippen werden vorher natürlich entfernt.

Die Zwiebel auch in feine Scheiben schneiden und mit dem Schmalz anbraten, das Kraut hinzugeben und ebenfalls etwas anbraten (ohne zu bräunen). Mit etwas Apfelsaft ablöschen und den Sherry Essig hinzugeben. Die Gewürze: Lorbeerblatt, Piment und Wacholderbeeren unterrühren (diese werden vor dem Servieren wieder entfernt). Die Temperatur herunterschalten, köcheln und wenden. Wenn es zu wenig Flüssigkeit wird, den restlichen Apfelsaft bzw. Gemüsebrühe zugeben und alles ca. 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Das Blaukraut sollte ruhig noch etwas Biss haben. Abkühlen lassen und vor dem Servieren wieder erwärmen.

  • 1 Blaukraut-Kopf, Rotkohl, klein, äussere Blätter entfernen
  • 1 Rote Zwiebel gross, feine Scheiben
  • 2 EL Schmalz oder Sonnenblumenöl
  • 3 EL Sherry Essig
  • 500 ml Apfelsaft naturtrüb
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 3 TL Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Körner Piment
  • 4 Wacholderbeeren

© Kormoranflug 2014

Vier Farben -vegetarisch-

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schwarz, weiss, grün, orange waren die wichtigsten Farben als Ausgangspunkt:

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schwarz, grün
Schwarze Puy Linsen (150 g) mit etwas Salz und genügend Wasser 26 Minuten kochen, durch ein Sieb geben und mit 4EL Rapsöl in einem Topf mit 1 Teelöffel Ras el Hanout, 1 TL Harissa-Flocken trocken, Pfeffer, Salz und 2 EL rohe grüne Paprika gewürfelt und 1 EL rohe Möhren gewürfelt zugeben, kurz schwenken, servieren.

weiss
Weisse mittelfeine Gerstengraupen (150g) mit 1 EL gewürfelter Möhren, zu bereits 3 EL glasig in Olivenöl gedünstete, gehackte Schalotten geben, heiss werden lassen, rühren und mit 1 Glas Pinot Blanc, trocken ablöschen. Herd herunterschalten, eingeweichte getrocknete Steinpilze (15 g) hinzugeben. Mit 500 ml Gemüsebrühe wie ein Risotto köcheln, das heisst immer, wenn die Flüssigkeit weitgehend eingezogen ist heisse Brühe mit kleinem Schöpfer zugeben und rühren. Salzen und mit Pfeffer abschmecken. Nach 28 Minuten müsste ein schlunziger Brei entstanden sein, die Gerstengraupen mit kleinem Biss. 2 EL Butter unterziehen, servieren.

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orange
Orange Süsskartoffel (1 Stck) schälen raspeln, 1 Kartoffel mittelgross schälen, raspeln, 1 Zucchini putzen und raspeln, Zugabe von 1 EL Speisestärke, 2 Eier und 3 EL Tempura-Mehl, Salz und 2 TL Harissa-Flocken. Alles locker durchrühren und kleine Puffer in die heisse Pfanne mit Erdnussöl setzen. Puffer nach 3 Minuten wenden und evtl. nach weiteren 3 Minuten nochmals wenden. Auf Krepp-Papier abtropfen lassen und servieren.

Vier Farben-Dreierlei:
Schwarze Puy-Linsen mit grünem Paprika, orangen Möhren. Weisses Gerstengraupenrisotto mit Steinpilzen und orangen Süsskartoffel-Zucchini-Puffer, vegetarisch

© Kormoranflug 2015

Hausreinigung für 2015

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Bald kommen die Reisenden aus dem Morgenland und dann gilt es die Büroräume und Wohnräume von den bösen Geistern und schlechten Resten des Jahres 2014 zu reinigen. Wo bekommt man das notwendige Räucherwerk wie Mariengras, Salbei, Weihrauch, Wacholder und Thymian? Natürlich habe ich mich rechtzeitig mit Kräutern eingedeckt. Gerne denke ich an meine Lieblingsläden in verschiedenen Ländern zurück. Eine Galerie der Läden will ich Euch fürs neue Jahr zeigen.
Beste Wünsche vom Kormoran für 2015

Madeira

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Dubai

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Abu Dhabi

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Venedig

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Symi

DSCF2519-imp© Kormoranflug 2015

 

Wilde Jagd

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wilde Jagd

Begonnen hat alles mit dem Krimi über eine Norwegerin Trude mit Visionen. Durch erste Fieberanfälle geschwächt, bekam ich durch diesen Anstoß wieder mehrere Visionen über nahestehende Freunde und Bekannte. Meine Entscheidung niemand von meinen Visionen zu erzählen, stand schon lange fest.
Ende November mit über 39 Grad Fieber ging es dann richtig zur Sache. Früher dachte ich immer, die Erzählung meiner Grossmutter über die „wilde Jagd“ wären Geschichten, die man/frau sich am Küchentisch beim Drehen der Kurbel des Butterfasses erzählt. Nun wurde ich eines Besseren belehrt: in einer über mehrere Stunden andauernden Vision sah ich mich in grossen Höhen zwischen Tiefer See und Heiliger See der Berliner Vorstadt von Potsdam fliegen. Unter mir war ein orkanartiger Wind und Getöse durch Blitz und Donner. Hier ritt die „wilde Jagd“ dahin, das wurde mir schnell klar. Der Himmel und Teile der Erde fingen an, sich in einen Wirbel zu drehen. Dieser Wirbel der Massen bewegte sich zwischen dem Tiefer See und Heiliger See, die Landzunge ist hier nicht breiter als 150m. Es war ein Geisterzug aus Stimmen und Schreien. Richtig ausmachen konnte ich, bevor der Zug die Erde berührte, nur tiefe Männerstimmen und eine hexenartige Frau, die mir jedoch vom Wesen sehr bekannt war.
Der Zug lenkte sich zum Boden, die Wirbel öffneten die Erde und vielleicht 30 Meter vor dem Ufer des Heiliger Sees sauste die Jagd mit bellenden Hunden und wiehernden Pferden und nachfolgenden Wassermassen in den Boden. Alles verschwand in diesem Zeitsprung der Erde.
Grosse Nebelschwaden stiegen auf, die Luftbewegungen wurden ruhiger. Die Öffnung im Boden war nicht mehr zu sehen.

© Kormoranflug 2014

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