Klaviatur der Herbstfarben

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Die Farben haben sich verändert. Die Blätter des Kirschbaumes und des Aronia-Strauches sind rot bis Kupferfarben geworden, die Hortensien wirken papieren und gebleicht, die Maulbeerbäume erstrahlen im hellen Gelb. Die Herbstanemonen blühen in weiss und rosa. Die Nacktschnecken neigen zum Selbstmord auf den Betonplatten und vertrocknen, die Wespen fallen taumelnd zu Boden, die Kohlmeisen rufen sich gegenseitig und durchstreifen die Rosenbeete auf der Suche nach Insekten. Die Spinnen haben Hochsaison und bauen ständige neue Netze.
Die Gartenmöbel stehen nur noch aus Gewohnheit draussen, manchmal kann man sich für eine kurze Weile setzen und innehalten.

© Kormoranflug 2017

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Bacalao-Salat mit Kartoffeln

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Ein Kormoran kann jeden Tag Bacalao (Bakalhau) essen. Deshalb variiert er die Rezepte. Abwechslung muss sein. Nachdem ich wieder einige Stücke gesalzenen, getrockneten Bacalao bekommen habe, hier ein Gericht für die schnelle, mediterrane Mittagsküche.
Der Bacalao wird hier nicht so lange gewässert (6 Stunden) der hohe Salzgehalt ist deshalb nicht für alle Gäste geeignet. Die Zutaten werden deshalb nicht gesalzen, im Zusammenspiel der Komponenten im Salat wird das ausgeglichen
Die Kartoffeln aufsetzen und nach 25 Minuten abgiessen und schälen, in Würfel/Stücke schneiden,
Die Tomaten in Scheiben oder Achtel schneiden. Zwiebel fein schneiden und mit Essig, Zucker, Pfeffer marinieren. Den Fisch ausdrücken, zerrupfen und dabei die Gräten entfernen. Nun für 5 Minuten in Olivenöl anbraten/schwenken. Die Kräuter fein schneiden und Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Kräuter mischen. Dann den Fisch darüber geben und mit dem Salatbesteck unterheben, abschmecken. Fünf bis 10 Minuten ziehen lassen und lauwarm servieren.

2-3 Personen

200 g Bacalao (6 Stunden wässern, Wasser stündlich wechseln)
2 EL Olivenöl
4 reife Tomaten regional (Brandenburg)
5 mittlere Kartoffeln festkochend, gekocht und geschält
1 weisse mittelgrosse Zwiebel regional (Brandenburg)
2 EL weissen Weinessig
3 EL Olivenöl extra
1 EL Basilikum und blauen Basilikum gemischt (frisch)
1 TL Estragon (frisch)
1 TL Thymian (frisch)
1 TL Zucker
2 Prisen schwarzen Pfeffer aus der Mühle

© Kormoranflug 2017

Am See

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Der See spiegelt die Bäume und Uferpflanzen, glatt und ruhig liegt er da, Stille. Einzelne Möwen kreisen in grosser Höhe über dem See und spähen nach Beute. Darunter zwitschern Mücken fangende Rauchschwalben, sie wohnen unter dem Dachvorsprung des nahegelegenen historischen Knabenhauses aus Ziegeln. Ab und zu springt ein Fisch -ein kurzes Blitzen- in der aufgehenden Sonne. Im Hausboot schlafen sie noch, die zugezogenen roten Gardinen verhindern den Einblick. Die Kormorane fliegen einzeln knapp über das Wasser und suchen nach Fisch-Schwärmen.

© Kormoranflug 2017

Saubohnen – grüner Hummus

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Dicke Bohnen (vicia faba), Saubohnen, Faves, Habas, féves, für diese Bohnen gibt es viele Namen. Die Bohnen waren auf dem Markt bereits aus den Schoten gelöst aber natürlich noch nicht aus der dicken Haut. Dazu werden die Bohnen 4 Minuten in kochendes Salzwasser mit einer Prise Natron blanchiert. Etwas abkühlen lassen und die Haut der Bohnen „abschnipsen“, die grünen Kerne sammeln und je nach Konsistenz evtl. noch etwas mit Olivenöl und 1 Esslöffel Estragon-Essig, 3 EL Salzwasser noch 2-3 Minuten köcheln. Etwas abkühlen lassen und mit den Kräutern, Gewürzen, dem Pernod, dem Olivenöl vermengen und mit dem Zauberstab in einem geeigneten Gefäss zum feinen grünen Hummus mixen.

500 g Saubohnen
3 L Salzwasser nach dem blanchieren weggiessen

3 EL Olivenöl
3 EL heisses Wasser
1 EL Estragonessig
2 EL Pernod
1/2 TL Salz
1 EL frische Minze fein geschnitten
1 TL frischer Estragon
1/2 TL mittelscharfer Senf
1 Spritzer Zitronensaft
Prise frischen Pfeffer

Bei mir gab es zum grünen Hummus ein paar Gnocchis, eine erhitzte Scheibe frische chorizo, eine Bratwurst (es könnte natürlich auch Botifarra blanca sein) und Schalotten in Rotwein reduziert. Als Salat einen Tomatensalat mit frischen Kräutern.

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Kulturschock

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Zuerst waren alle in Gruppen und normalem Sport-Outfit über die Wiesen gewandert und haben kleine weisse Bälle gesucht. Nach einem Glas Rosè zogen sie sich um und wir trafen uns an der Aussenbar mit Blick in die Brandenburger Landschaft. Diese Schuhe hatte ich nicht erwartet….

 

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Thym

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Jamaika Thymian (Plectranthus amboinicus) mit seinen bis zu handtellergrossen dickfleischigen weichen Blättern hat ein leckeres Thymian-Aroma. Kennengelernt habe ich diese tropische Pflanze in der Karibik. Die Pflanze wächst aber auch in Indien und Philippinen. Wuchshöhe bis zu 50cm. Beim mir steht der Jamaika-Thymian als Sommerkräuter-Pflanze im Halbschatten mind. 15 Grad C. als dekorative Balkonpflanze.
Die Blätter können einzeln abgeerntet und feingeschnitten zum Würzen von Tomatensalat, Gurkensalat, Kartoffelsalat, mit Rührei oder im Pfannkuchenteig ausgebacken werden. Ältere Blätter können im Abgang leicht bitter schmecken.

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