Brandgarten

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Brand-Rodung wird oft negativ gesehen. Auf der IGA, Internationalen Garten Ausstellung in Berlin gibt es Schaugärten und Gartenkabinette. Neben den üblichen Gartengestaltungen hat mir besonders ein Garten, der Entwurf eines australischen Gestalters T.C.L. gefallen. Mit der Umsetzung der Kulturtechnik der australischen Ureinwohner, der Aborigines werden z.B. „fire stick farming“ (Feuerstock-Bodenkultivierung) visualisiert. Die Steigerung der Fruchtbarkeit des Bodens durch Feuer, die verschiedenen Überlebensstrategien der Pflanzen mit aufspringenden Samenkapseln nach Verlöschen des Feuers und die Bedeutung der Ernährung der indigenen Völker werden dargestellt. Der Garten ist mit Feuer- und Brandelementen als Mosaik unterschiedlicher Regenerationsgrade gestaltet.
Dem Kormoran gefällt das gut und stellt sich so einen Garten in einer Siedlung oder Villengegend in Berlin vor. Die Reaktion der Nachbarn wird bestimmt besonders sein.

 

© Kormoranflug 2017

Auberginen mit Quinoa und Handama

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Herr Rosenblatt und lamiacucina gab den Anstoss mit dem Salat aus Auberginen und Amaranth. So etwas ähnliches wollte ich kochen. Anstatt Amaranth gibt es bei mir noch im Schrank vorhandenes Quinoa und schwarze Linsen.
Die Kräuter wachsen inzwischen alle auf meinem Küchenbalkon. Besonders auf meine Neu-Erwerbung dem Handama/Okinawa Spinat war ich schon ganz gespannt.

Für 4 Personen
Auberginen mit Quinoa
1 Aubergine in Würfel geschnitten
1 Prise Meersalz Guerande
1 EL Koriandersamen
1 TL Curry Singapore Mischung
1 TL Kreuzkümmel
1 Prise Kardamon
1 Prise Abrieb Muskat
3 EL Sonnenblumenöl

Salatmarinade für die Auberginen
1 mittlere schmackhaft ausgereifte Tomate in Würfel
2 EL Handama Okinawa Spinat,fein gehackt
1 EL Buschbasilikum, gehackt
1 EL Minze frisch geerntet und gehackt
2 EL Tomatenmark
3 TL Meersalz Guerande zerstossen
1 TL Chilli (sambal olek)
1/2 Zitrone Saft
Zesten oder Abrieb von der Biozitrone
4 EL Rapsöl Bioqualität ungefiltert

1,5 Tassen Quinoa, waschen und ca. 15 Minuten
in 3 Tassen Wasser mit einer Prise Meersalz kochen/quellen lassen

1/2 Tasse schwarze Linsen in 1,5 Tassen Wasser und einer Prise Meersalz ca. 15-20 Minuten bissfest kochen lassen.

Fleisch
1 Schweinefilet, in 4 Stücke geteilt mit 4 Knoblauchzehen spicken, 2 EL Estragon, 2 EL mittelscharfen Senf (Elefant) etwas Sonnenblumenöl, Meersalz
190 Grad 10 Minuten und 10 Minuten bei 110 Grad ziehen lassen

Tomaten-Salat
1 Fleischtomate
1/4 Eschalotte ganz fein gewogen
1/2 Biogurke geschält
1/4 mittlerer Fenchel ganz fein geschnitten
Kräuter: Basilikum blau, Petersilie, schwarzer Pfeffer, Meersalz
2 EL Weissweinessig
1 TL Zucker
4 EL Rapsöl, bio ungefiltert

Eigentlich ganz einfach, die Auberginen-Würfel in den Gewürzen mit etwas neutralem Sonnenblumenöl wenden und marinieren, auf einem Backblech mit Backpapier verteilen und in den auf 200 Grad Umluft vorgeheizten Backofen geben. 18 Minuten backen, herausnehmen und abkühlen lassen.
Anschliessend kommt hier mein Bentheimer Schweinefilet mit Knoblauch gespickt, mariniert mit Estragon und Senf in den Backofen.
Inzwischen Quinoa und Linsen kochen, ausquellen und etwas abkühlen lassen. Die Zutaten und die Marinade mischen und unterheben, abschmecken und 15 Minuten ziehen lassen. Der Handama Okinawa Spinat gab zusammen mit dem Rapsöl eine nussige Note.

© Kormoranflug 2017

Löwen und Hände

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In München geht man in der Residenzstraße an vier bronzenen Löwen vorbei. Einer hat eine besonders glänzende Nase. Aber auch die anderen Nasen der Löwen glänzen leicht. Es soll Glück und Wohlstand bringen, alle vier Löwen an die Nase zu fassen, besonders dem rechten am Portal. Doch plötzlich sind die Löwen nicht mehr da, sie werden restauriert und kommen in das Museum für Ägyptische Kunst. Wurde das Glück weggestreichelt?
Da bleibt nur nach Palma de Mallorca zu fliegen, in der Carrer de la Unió 3 gibt es ein grosses
Palasttor. Bleibt man stehen, dauert es nicht lange und man kann dem Klang der Einheimischen folgen: sie berühren die linke Hand und klopfen an obwohl der Palast noch geschlossen ist. Die übergrosse Bronzehand hält einen Apfel – man zieht daran, lässt los und die Hand schlägt mit dem Apfel auf ein Metall-Blech am grossen Tor. Das Holztor tönt und verstärkt den Wunsch des Einlasses. Bestimmt bringt es Glück und Wohlstand hier anzuklopfen. Dong, Glück das man hören kann.

© Kormoranflug 2017

Puppen

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In München hatte ich zwei Jahre als Puppenspieler gearbeitet. Ein mechanisches Theater war hier meine Heimat. Es wurden abstrakte Puppen gebaut, Aliens die aus runden Körpern Füsse, Arme und einen Kopf herausfahren konnten. Die Bühne war in ihrer Grösse auch für Menschen geeignet. Schwarz gekleidet wurde mit Stockpuppen, abstrakten Elemente, Marionetten, Menschen in abstrakten Kostümen, Puppenmenschen, Videos, Lichteffekten und Toneffekten gearbeitet. Das Theater war als Hommage an das Triadische-Ballett von Oskar Schlemmer aus den 20iger Jahren geschaffen worden.
Nachdem ich als Kormoran mit dem Fischen angefangen hatte, blieb in einem meiner Koffer noch der „Opa“ eine realistische Marionetten-Figur ca. 65cm hoch und eine Stabpuppe/Schattenpuppe aus Yogakarta, Indonesien über. Manche Freunde meinen, ich könnte die Wahrheit nur über meine Puppen ausdrücken.
Besonders freute ich mich bei einem Spazierflug die Puppenwerkstatt Kobalt in Neukölln zu sehen – die abstrakten Stabpuppen haben durch das Schaufenster gleich zu mir gesprochen.

© Kormoranflug 2017

Himmlische Kalbsbrätklösschen

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Suppen gehören einfach zum Leben. Das Kochen kann dabei wirklich einfach sein wenn der Fleischer/Metzger des Vertrauens feine rohe Kalbsbratwürste oder Kalbsbrät vorrätig hat.
Die selbst erstellte Rindersuppe ca. 1,2 Liter aus dem Tiefkühlfach nehmen und antauen.

Inzwischen die rohen, feinen Kalbsbratwürste aufschneiden und das feine Brät in eine Schüssel streichen.
Etwas weissen Pfeffer gemahlen, 2 Messerspitzen gemahlenen Koriander und 1 Messerspitze Muskat dazugeben. Das Brät mit einem Ei zuerst mit der Gabel und dann mit einem kleinen Schneebesen verquirlen bis ein homogener leichter Teig wird. Salzen muss man die Masse nicht mehr, da die erworbene Brätmasse schon salzig ist.
Die fein gewogenen frischen Korianderblättchen dazugeben und sobald die Rinderbrühe kocht, zurückschalten, die Klösschen mit einem feuchten Esslöffel abstechen und in die Suppe geben und ca. 6 Minuten simmern, ziehen lassen.
Mir gefallen die Klösschen als Wolke – andere bevorzugen ja eine klare Eiform.
Jeder bekommt noch verschiedene Kräuter: Petersilie und Koriander zum selber zupfen gereicht.

2-3 Personen
2 Kalbsbratwürste roh, fein ca. 200 g
1 Ei
2 Messerspitzen Koriander gemahlen
1 Messerspitze Pfeffer weiss
1 Messerspitze Muskat
1,5 EL Koriander frisch, fein gewogen
1-2 EL Semmelbrösel je nach Konsistenz

Dazu pro Person je 2 Zweige Koriander und Petersilie frisch auf einem Beilagenteller reichen.

© Kormoranflug 2017