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  • im Souk von Deira, Dubai oder
  • „Safran macht den Kuchen gelb“.
  • Backe, backe Kuchen,
  • Der Bäcker hat gerufen
  • Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen
  • Eier und Schmalz
  • Zucker und Salz
  • Milch und Mehl
  • Safran macht den Kuchen gehl
Mit diesen Sprüchen in Deutsch oder ähnlichen in Englisch wird man empfangen sobald man vom Old Deira Market in den Gewürz-Souk einbiegt.

Will man Gewürze kaufen, muss man sich für eines der Geschäfte entscheiden. Alle haben ein ähnliches Angebot.

Also entscheide ich mich für einen kleineren Laden und lasse gleich meine Wünsche in Klarsichttüten einpacken:

  • 200 g Cumin, Kreuzkümmel
  • 300 g Curry gemischt nach libanesischer Art
  • 120 g Koriander
  • 120 g weissen Pfeffer
  • 100 g schwarzen Pfeffer
  • 6 Stck Muskatnüsse
  • 120 g Kardamom
  • 6 Stck Vanilleschoten
  • 150 g Hibiskus-Tee
  • 20g besten Safran – von 3 verschiedenen Sorten ausgewählt

Alles wird mit einer Feinwaage gewogen und in einen Tischrechner getippt. Dann geht der Handel los.-

Zuerst wird der angesagte Preis des Verkäufers belacht und man erzählt, dafür könnte man in Deutschland ein ganzes Gewürzregal im Supermarkt kaufen. Selbst gibt man an, nur ein Viertel des gewünschten Preises zu zahlen, mehr aber nicht.

Der Verkäufer wiegt noch einmal alles durch und tippt nun neue Kilopreise in seinen Tischrechner. Der Preis geht um ein Sechstel herunter und ist noch weit entfernt von der eigenen Vorstellung. Also erzählt man die Geschichte von der grossen Zahl der erfundenen Kindern, die einen arm essen, aber ab und zu will man auch etwas würzen, wenn es jedoch so teuer ist, bleibe man bei der einfachen deutschen Art zu kochen: Pfeffer und Salz (reicht ja auch), mit dem Preis geht man etwas nach oben.

Der Händler verweist nun auf die gute Qualität seiner Ware z.B. der Safran wird im Wasserbad mit einigen Fäden getestet und probiert. Die Vanilleschoten werden aufgeschnitten und getestet. Er kommt dazu mit dem Preis noch etwas entgegen. Jetzt entrüste ich mich über die teuren Preise auf dem Souk. Nur der Safran, man könnte ja diesen herauslösen, der dafür angesagte Preis von 30 Dirham (6 Euro) erscheint bezahlbar. Als Souvenir ist das ja genug und er soll die restlichen Gewürze zurücknehmen, ich brauch sie nicht mehr. Mit dem 20iger und 10er AED Schein wird schon mal gewedelt und man dreht sich halb um.

Jetzt kommt Bewegung in den Handel, er rechnet, knurrt in verschiedenen Sprachen und gibt aber einen für mich noch zu hohen Preis an. Auch ich gebe mein angeblich letztes Statement bei 45% des Erstpreises ab. Jetzt werden die Zahlen schneller hin und her geworfen und die Hände schlagen bei 55% der Erstnennung zu. Fast ein Kilo Gewürze für 300 AED ca. 60 €uro inclusive des schönen Safrans und der Vanilleschoten. Jeder ist zufrieden, es wird gegrüsst und ich ziehe weiter.

© Kormoranflug 2012

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