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Mein erster Gedanke war, als ich das Museum Quai Branly vom Architekten Jean Nouvel (2006) zum erstenmal sah: das ist die Idee einer „Arche“ für die Kunst der Urvölker.

Ein Grossraum für die gesamte Aussstellung stelzt sich über einen wunderbaren Garten. Erreicht wird der Raum über eine lange Rampe, die künstlerisch als Fluss der Begriffe gestaltet ist. In der Museumsschale sind rund 300.000 Exponate der Sammlung für die Kunst der Urvölker aus Afrika, Asien, Ozeanien, Nord- und Südamerka geladen. Erklärende Filme sind in Nischen der höhlenartigen lederbezogenen Leitlinienwände eingebaut. Die Objekte sind in veränderbaren Glasvitrinen aber auch offen aufgestellt und mystisch beleuchtet. In den aus dem Grundkörper herausgeschobenen farbigen Kuben sind vertiefende Sonderbereiche, Exkurse untergebracht. Die grosse Informationsflut der Objekte alleine des Bereiches Ozeanien überfordert auch geübte Besucher. Der architektonische Raum und die mäanderische Führung mit den übergreifenden Themen in die verschiedenen Nachbarkulturen lässt einen weiter bis zur Erschöpfung vorwärtsschreiten.

Das natürliche Licht wird durch verschiedene Metallgitter und Gewebe oder dem Glasdruck des Regenwaldes gefiltert.

Das Magazin und Arbeitsplätze befinden sich teilweise unter dem Museumsgarten, sind aber auch in Glaszylindern in den musealen Bereich eingebaut. So kann der Besucher die aufwändige Reinigung einer Statue oder eines Instrumentes direkt verfolgen.

Ergänzt ist das Museum mit Tagungsräumen, Unterrichtsräumen, grosser Bücherei, temporärem Ausstellungsraum, Restaurant und einem Museumsshop.

Ein absolutes Muss der Besichtigung ist der große mit einer Glaswand von der Schnellstrasse abgeschirmte Garten des Landschaftsarchitekten Gilles Clément und der Pflanzenwand zum Verwaltungsgebäudes von Patrick Blanc.

 

 

© Kormoranflug

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