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Ohne den geliebten Sonntagskuchen kann keine Hausfrau bestehen. Als Hausmann sollte man sich mit einigen guten Kuchenrezepten unentbehrlich machen. Es erfordert etwas Übung, einen guten Hefeteig zu machen. Deshalb schmecken die Hefekuchen von Omas immer so gut, die kennen die Konsistenz des Teiges genau und so läuft das mit dem Kuchenbacken wie von selbst. Aber keine Angst, so schwer ist es nicht – es erfordert Geduld, Gelassenheit und eine warme zugfreie Küche.

Zutaten

25 g-30 g frische Hefe

(Achtung die Hefewürfel sind grösser, nicht den ganzen Würfel nehmen,                                                                                                                                            sonst wird der Kranz zu hefig im Geschmack)

1 Teelöffel Zucker

1/8 Liter lauwarme Milch (handwarm)

75 g Zucker

380 g Mehl

1 Prise Salz (wichtig)

75 g gute Pflanzenmagarine

aus dem Kühlschrank nehmen.

1 Ei

1 Eigelb zum Bestreichen

Für die Füllung

300 g gemahlene Haselnusskerne

100 g Zucker

1 Ei

1/8 Liter Schlagsahne

1 Apfel

Zum Einfetten Pflanzenmagarine

Semmelbrösel

Für den Guss

50 g Puderzucker

3 Esslöffel warmes Wasser

Jetzt geht es los. Die Küche sollte schön warm sein. Die Hefe ist ein Pilz und braucht deshalb Nahrung und angenehme Wärme zum wachsen. Das Wachstum behindern: Salz,  kalter Luftzug, Fett, Kälte.  Alles sollte also gleichwarm sein, Fett und Salz werden erst nach dem Beginn des Wachstums zugegeben. Mit diesen einfachen Grundkenntnissen durchblickt man das Entstehen eines lockeren Hefeteiges.

Mehl in eine Rührschüssel mit dem Sieb, bis auf einen kleinen Rest einsieben. Zucker zugeben und ein paarmal durchrühren. In die Mitte eine Kuhle drücken.

Die Hefe in die Kuhle bröckeln, einen Teelöffel Zucker darüberstreuen, nach 3 Minuten etwas lauwarme (keine zu heisse) Milch darübergeben und das restliche Mehl darüber sieben. Abdecken. Ungefähr 10 Minuten warten, Musik hören. Wenn das darübergesiebte Mehl ordentlich Risse hat und der Hefepilz schon flüssig herauslugt, den Teig zuerst mit dem Kochlöffel etwas in der Mitte rühren und mehr Nahrung von der Seite zurühren. Nun die bereits raumwarme Pflanzenmagarine in Spänen auf den Teig legen, ein Ei, die Prise Salz dazugeben und alles kräftig mit dem Kochlöffel verkneten und Luft unterschlagen.

Ungefähr 10 bis 15 Minuten kann das dauern bis der Teig komplett verknetet ist. Wird der Teig zu fest etwas Wasser (1 Esslöffel zugeben), wird der Teig zu flüssig etwas Mehl zusieben. Schüssel mit Tuch abdecken und in Ruhe wachsen lassen (bis zur doppelten Menge) Dauer je nach den Bedingungen etwa 30 bis 40 Minuten.

In der Zwischenzeit die gemahlenen Haselnusskerne (haben Sie nur ganze Kerne müssen sie diese mit Rundreibe oder mit dem Mixer mahlen) mit dem Zucker, der Sahne und dem Ei in einer zweiten Schüssel verrühren. Den Apfel schälen und reiben und dazugeben.

Nach dem Teig sehen, ist er nicht genügend aufgegangen, Raumtemperatur mit dem nun vorgeheizten Backofen etwas anheben. Sie müssen nun entscheiden, sollen es zwei kleinere Nusszöpfe werden oder ein grosser. Bei zwei Nusszöpfen den Teig teilen. Sobald der Teig die doppelte Menge hat, den Teig mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche (Stein, Holz) ausrollen.

Grösse ca. 45×50 cm, der Teig ist dann ca. 5-8mm dick. Den Teig in 3 Streifen schneiden. Jeden Streifen mit der Nussmischung mit dem Esslöffel bestreichen. Die Streifen nun quer über die kurze Seite aufrollen und verkleben. So entstehen 3 dicke Teigwürste mit Nussfüllung jede ca. 45 cm lang.

Das Backblech fetten und mit Semmelbrösel bestreuen (gegen Ankleben beim Backen). Die drei langen Teigwürste auf das Backblech heben und vorsichtig einen Zopf flechten, in Form schieben. Öffnet sich eine der Teigwürste, den Teig zusammendrücken (Wunden schließen).

Anschließend nochmals 10 Minuten gehen lassen. Den Zopf mit Eigelb bestreichen und in den vorgeheizten Backofen 200 °Celsius auf der mittleren Schiene 35 bis 40 Minuten backen.

Mit einem dünnen Holzspies in den Zopf stechen, bleibt noch Teig haften etwas Backzeit zugeben.

Den Zopf herausnehmen und auf eine Platte umsetzen. Puderzucker mit 2-3 Esslöffel warmem Wasser in einer Tasse glattrühren und mit einem Pinsel auf den noch warmen Zopf streichen.                                                                                                                                                                                                                Den Nusszopf wenigstens 1 Stunde ruhen lassen bevor sich alle darüber hermachen.

Schmeckt warm und kalt zum Kaffee, Tee oder zu einem Glas Milch.

© Kormoranflug 2010

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